Aufgeregter Labrador: Wenn Hunde zu schnell aufdrehen [5 Tipps für mehr Ruhe]

2. August 2017

Aufgeregter Hund Fotocollage

Rückblick auf Sommer 2016: Der kleine schwarze Welpe zog bei uns ein und wir konnten ihm gefühlt jede Sekunde beim Wachsen zusehen. Als Ersthundehalter hatten wir nur eine Ahnung davon, was auf uns die nächste Zeit alles zukommen wird. Eine gefühlte Ewigkeit vorher hatte ich mich mit Büchern, Videos, Erfahrungsberichten und Bürohunden auf Loki vorbereitet.

Dabei entstand in meinem Kopf ein idealistisches Bild vom Labrador: Ein recht freundlicher, unkomplizierter und apportierfreudiger Schwimmer. Ein Hund, der sich ideal als Weggefährte und Familienhund machen wird. Immerhin war der liebe Räuber, ein ehemaliger Bürohund und ebenfalls ein Labbi, der entspannteste Hund, den ich bis dato getroffen hatte. Meine Hoffnung war, dass Loki zumindest ähnlich sein wird.

Denkste! Loki ist das ganze Gegenteil, was zum Einen seinem Alter und zum Anderen seinem Naturell geschuldet ist. Herr Labrador ist ein mega (und ich meine wirklich mega) aufgeregter kleiner Kerl, der in Sekundenbruchteilen komplett hoch dreht. Viele denken sich jetzt bestimmt, dass es schlimmeres gibt als einen aufgeregten Hund. Natürlich sind Angsthunde oder "aggressive" Hunde ein anderes Kaliber. Aber "einfach" ist das Zusammenleben mit einem aufgeregten Labrador trotzdem nicht und es gibt einiges dabei zu beachten.


Der aufgeregte Welpe

Aufgeregter Hundewelpe Loki

Das erste Mal, wo mir seine Aufgeregtheit richtig bewusst wurde, war schon in seiner ersten Woche bei uns. Ich trug ihn auf dem Arm nach draußen als gerade eine Nachbarin zur Tür reinkam und große Augen machte. Ihre Stimme überschlug sich vor lauter Entzückung als sie Loki sah und prompt zuckte ihre Hand zum Streicheln in unsere Richtung. Der kleine Mann war völlig außer sich über eine solche Begrüßung, so dass er mir vor Aufregung in die Nase biss. Klingt zwar lustig, ist aber äußerst schmerzhaft bei den spitzen Welpenzähnchen. Solche und ähnliche Erlebnisse mit Fremden führten dazu, dass der kleine Mann furchtbar aufgeregt draußen war/ist. 

Zuerst dachte ich, dass wird schon vorbeigehen sobald er mit seiner neuen Umgebung klar kommt. Realität war aber, dass ich ihm aktiv abtrainieren musste bei anderen Menschen auszuflippen. Heute ignoriert er Passanten weitestgehend und ich kann mit ihm und Nachbarn auch ohne Probleme Fahrstuhl fahren. Neben viel positiver Verstärkung hat uns auch geholfen, dass die Leute im Laufe der Zeit Respekt vor seiner Größe bekamen. 

Daueraufgeregt bei (Familien)besuch

Labrador auf dem Rücken liegend

Etwas anderes ist es, wenn wir Besuch bekommen oder die Familie in der alten Heimat besuchen. Im ersten Fall kriegt er sich nach etwa eine halbe bis dreiviertel Stunde wieder ein. Bei der zweiten Sache sieht es allerdings anders aus: Da ist die Freude die erste viertel Stunde wirklich grenzenlos. Er weiß, dass er niemanden anspringen soll und schmeißt sich daher mit Vorliebe vor die Füße seiner Familienmitglieder (ein erlerntes Alternativverhalten). Die Augen sind dabei weit aufgerissen und sein Schwanz wedelt aufgeregt hin und her. Oftmals fiept Loki dazu und leckt die dargebotenen Hände ausgiebig ab. Ist die Aufregung besonders groß neigt Loki auch immer noch dazu, Hände und Arme in seinen Fang zu nehmen. Dieses Verhalten ist wirklich schwierig ihm abzutrainieren. Er schnappt dann nicht, sondern will denjenigen nur festhalten. Schön ist es aber trotzdem nicht.

Bleiben wir (wie vergangenes Wochenende) gleich für mehrere Tage in der Heimat, hält seine Aufgeregtheit an. Die ersten zwei Tage ist es äußerst schwierig ihn zum Schlafen zu bewegen. Er ist immer in Alarmstimmung und rennt jedem hinterher. Deckenübungen (dazu unten mehr) sind fast unmöglich, da er sich kaum konzentrieren kann. Das zeigt sich natürlich auch auf Gassigängen, die ohnehin schon Pubertätsbedingt schwierig sind. Dieses Theater zerrt nicht nur an unseren Nerven, sondern auch an denen unserer Familie. 

Impulsive Hundebegegnungen

Aufgeregter Labrador und Beagle auf Wiese

Natürlich ist Loki besonders Hunden gegenüber super aufgeregter Labrador. Das war im Welpenalter aufgrund der aufregenden Welpenschule richtig schlimm. Dank intensivem Training ist es mit dem Leinenfrust inzwischen etwas besser geworden. Aber trotzdem ist unser Spinner mega aufgeregt, wenn es zum Hundetreff kommt. Besonders früher überspringt er das höfliche Beschnuppern und macht gleich impulsiv eine Spielaufforderung. Den meisten Hunden steht dann "WTF?!" auf der Stirn geschrieben und sie finden Loki's spielerisches Vorpreschen auch äußerst befremdlich. In der Hundewelt wird das als unhöfliches Flegelverhalten gewertet, weshalb er ab und zu auch von anderen Hunden zurechtgewiesen wird. Da muss er einfach noch lernen die Grenzen und Individualdistanz des jeweiligen Hundes zu akzeptieren. 

Inzwischen hat sich das Verhalten auch gebessert und er fällt nur ab und zu in alte Muster zurück. Kommt ein anderer Hund legt er sich hin und wartet ab, anstatt vor zu preschen. Nach einem kurzen Beschnuppern (wo man merkt, dass es ihm schwer fällt sich zurückzuhalten) wird dann auch zum Spielen eingeladen. 

Entspannung statt Überlastung

Schlafender Labrador im Körbchen

Seitdem wir Loki kennen ist er ein aufgeregter Hund und das hat sich im Laufe der letzten 15 Monate auch kaum gebessert. Anfangs dachte ich, es würde daran liegen, dass er zu wenig ausgelastet ist. Dem ist aber nicht so, wie ich bei der bothshunde-Entspannungschallenge vor kurzem gelernt habe. Auch Sarah hat einen sogenannten Zappelhund, der ständig überreizt ist und schnell aufdreht. Früher habe ich ehrlich gesagt gedacht, solche Hunde seien die Ausnahme. Ich wurde aber in der dazugehörigen Facebookgruppe eines Besseren belehrt. Neben Sarah's Tipps habe ich auch von unseren letzten beiden Hundetrainerinnen einige Empfehlungen mit auf dem Weg bekommen, die ich mittlerweile fest in unseren Alltag integriert habe. 

Und das kannst Du tun, wenn Dein Hund zu aufgeregt ist

Infografik Tipps für mehr Ruhe bei aufgeregten Hunden


1. Ruhezeiten ausweiten


Ein aufgeregter Hund braucht mehr Ruhe. Unsere Morgen- und Abendrunde haben wir daher um fast die Hälfte der Zeit reduziert. Die lange Mittagsrunde (und ab und zu eine kurze Nachmittagsrunde) haben wir aber beibehalten. Spielsachen liegen bei uns nicht mehr frei rum. Wir beginnen und beenden die Spieleinheiten, so dass Loki "gezwungen" ist mehr zu ruhen. Ich hatte zuerst Angst, dass er sich langweilt. Aber mittlerweile merke ich deutlich, wie gerne er sich für seine Schläfchen zurückzieht. 

2. Mehr Nasenarbeit integrieren


In den letzten Wochen haben wir verstärkt Nasenarbeit in unseren Alltag integriert. Nach der kürzeren Morgen- und Abendrunde verstecke ich in der restlichen Wohnung den Rest seines Futters, während Loki in einem anderen Zimmer warten muss. Das schult gleichzeitig auch die Nase und Impulskontrolle. Außerdem liebt es Herr Labrador seinen Dummy zu suchen und ist darin schon richtig gut geworden. Dummyarbeit ist für einen Retriever ja eh schon das Größte und ideal zur Auslastung. Da stecken wir aber noch in den Anfängen. 


3. Deckentraining als bewusste Ruheübung einführen


Sich mal eine bewusste Auszeit zu nehmen ist nicht nur für den Hund förderlich. Ideal ist hierfür ein Deckentraining, was gezielt aufgebaut werden muss. Damit das klappt sollte Dein Hund das Grundkommando "Platz" kennen. Ich verwende dafür keinen Clicker und werfe Loki im Laufe der Übung immer seltener Leckerlis auf die Decke, während er darauf liegt. Dabei achte ich genau auf Anzeichen, dass er sich weiter entspannt. Irgendwann verknüpft der Hund dann die Decke mit Entspannung

4. Entspannende Musik und Düfte einsetzen


Begleitend zum Deckentraining setzen wir diese spezielle Entspannungsmusik ein, die wir auf Youtube gefunden haben. Das habe ich mit ihm fast täglich über Wochen aufgebaut. Mittlerweile zeigt sie auch Wirkung: Als er am Abend des zweiten Tages unseres letzten Heimaturlaubes überhaupt nicht mehr klar kam, habe ich diese Musik auf dem Handy abgespielt und der Hund hat innerhalb von fünf Minuten geschlafen! Es gibt auch Hundehalter, die ätherische Öle wie Lavendel einsetzen. Unsere eine Trainerin hatte sogar vorgeschlagen ein Halstuch damit zu beträufeln und es ihm umzubinden. Da Loki aber kein Fan von sowas ist, haben wir es gar nicht erst probiert. 


5. Gesundheitliche Ursachen ausschließen lassen


Natürlich spielen die Ernährung und Gesundheit eine große Rolle, wenn der Hund aufregt ist. Beim Hundekind Abby hat eine Schilddrüsenerkrankung für eine ähnliche Ruhelosigkeit gesorgt. Im Zweifelsfall kannst Du Deinen Hund gezielt nach sowas untersuchen lassen. 

Warum wir es mit dem Hormonchip probieren wollen

Schwarzer Labrador am Wegesrand

Trotz dieser Tipps und Umstellungen ist Loki noch meilenweit davon entfernt ein entspannter Hund zu werden. Das hängt auch mit seinem Hormonhaushalt zusammen, der ihn maßlos draußen überfordert. Daher haben wir uns auf Anraten unserer Tierärztin entschieden einen Hormonchip auszuprobieren. Dieser wird ihm am 2.8. eingesetzt und soll ein halbes Jahr "halten". In dieser Zeit wird sich unter anderem sein Testosteronspiegel senken und seine Hoden werden etwas schrumpfen. Mit solch einem Chip kannst Du vorab testen, wie sich eine Kastration auf Deinen Hund auswirken würde ohne das er gleich unter's Messer muss. Wir sind gespannt, was die nächsten Monate mit dem Chip bringen werden!

Und jetzt wollen wir von Dir wissen: Hast Du auch einen aufgeregten Hund?



Vielen Dank für's Lesen!
Loki & Katarina

14 Kommentare

  1. Hallo Loki und Katarina,
    ich habe auch einen aufgeregten Hund. Das schwierigste ist bei uns wahrscheinlich nicht den Hund zur Ruhe zu erziehen, sondern meine Eltern und Großeltern. Es fällt ihnen wahnsinnig schwer ihn auch mal in Ruhe zu lassen oder gar zu ignorieren. Das Deckentraining wird bei uns wohl ein Boxentraining, da diese sein Schlafplatz ist und er sich da auch wohlfühlt. Ich sollte wahrscheinlich häufiger meine Eltern besuchen und mit ihm üben. Ich habe irgendwo noch ein Lavendelkissen rumzuliegen, das probiere ich mal aus!

    Vielen Dank euch beiden dafür! :)

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    1. Hi!

      Vielen Dank für deinen lieben Kommentar :) Ja, das "Problem" mit der Familie haben wir auch. Oftmals fehlt das Verständnis (und Wissen), dass Hunde sehr viel ruhen und schlafen müssen. Wenn der Hund da ist, dann wollen sie natürlich viel mit ihm spielen und ihn füttern. Das Boxentraining ist schon mal eine super Grundlage. Und wenn Du die Möglichkeit hast öfters nach Hause zu fahren und zu trainieren, würde ich das auf jeden Fall tun!

      Liebe Grüße und viel Erfolg beim Training
      Katarina mit Loki

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  2. Super zusammengefasst. Ich kann mich deinen Erfahrungen echt anschließen!schön, wenn man weiß, wie man seinen Hund ein wenig zur Ruhe bekommt.

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    1. Danke dir, Noemi :) Ja, wir sind nicht alleine ;)

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  3. Hallo ihr zwei,
    hab gerade deinen Bericht zu aufgeregten Hunden gelesen und wollte noch 1-2 Dinge ergänzen/anmerken.
    Nasenarbeit beim Hund:
    Ist eine super Sache und ist zudem auch sehr anstrengend für den Hund, sprich man lastet ihn damit auch stark aus, so dass er anschließend auch ko sein kann. Das ist vielen nicht bewusst. Nach der Nasenarbeit haben die Hunde auch meist vermehrt Durst. Es ist aber nicht so, dass ein Hund von Anfang an seine Nase super einsetzen kann, er muss das auch erst lernen/trainieren und kann dann durch verschiedene Suchspiele die Nase auch immer besser und gezielter einsetzen.

    Zum Thema Kastration/Hormone:
    Wir hatten das "Problem" mit unserem Goldie auch während der Pubertät. Das hat sich anschließend aber alles wieder normalisiert (so im Alter von 1 1/2 - 2 Jahren. Zwischendurch waren wir entweder im "Tal der Tränen" oder auch mal "auf dem Berg der Freude" ;-)
    Was ich mal gelesen habe (frag mich nicht wo... *am Kopf kratz*), dass man den Hormonspiegel eines unkastrierten Rüden teilweise selbst beeinflussen kann. Wir haben das bei unserem Goldie auch teilweise gemerkt. Es gab diese Rüpelphasen oder auch Phasen in denen er auf einmal die ganze gute Hundeschule vergessen zu haben schien. Natürlich war er da in der Pubertät und da "schießen" die Hormone nur so ein.
    Wenn man in der Phase aber nicht konsequent ist und seinem Hund z.B. alles erlaubt und er sich als "Chef" fühlt, steigt der Testosteronspiegel noch weiter an. Wenn man dem Hund aber gezielt Grenzen aufzeigt und ihm dadurch zu verstehen gibt, wer der Chef im Haus ist, lässt auch der Hormonschub nach, sprich er produziert weniger Hormone. Bei uns äußerte sich das dann so: Wir haben ihm verboten auf die Couch zu kommen (dufte er vorher, aber es ist ein erhöhter Sitzplatz und eigentlich nur für den Chef gedacht), im Bett schlafen war nun auch tabu, Spiele egal welcher Art wurden von uns begonnen und beendet, wir haben ihn bei Zergelspielen nicht mehr gewinnen lassen und er musste sich sein Futter auch draußen durch Apportieren verdienen.
    Nach kurzer Zeit hat sich alles bei ihm eingerenkt, wir haben aber auch gemerkt, dass wenn wir die Regeln wieder etwas gelockert hatten, es auch wieder schlimmer wurde. Mittlerweile ist er 2 Jahre und ziemlich gefestigt. Er darf auch wieder auf die Couch und in das Bett und wir lassen ihn beim Spielen auch wieder gewinnen ;-)
    Ich will damit nur sagen, in dieser schweren Phase hat uns das Einhalten gewisser Regeln geholfen. Vielleicht googelst du mal was zum Beeinflussen des Hormonspiegels... Habe ja hier nur so "Halbwissen" präsentiert und wollte auch keinen Roman schreiben ;-)

    Alles Gute für euch!

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    1. Hey!

      Danke für deinen langen und ausführlichen Kommentar! Das die kleinen Racker erst ihre Nase trainieren müssen, haben wir auch bei Loki festgestellt. Manchmal ist das Leckerli direkt vor seiner Nase aber er checkt es nicht xD

      Ja, Konsequenz ist das A und O und daran halten wir uns auch so gut es geht. Aber es ist schon echt eine Geduldsprüfung.. Schön, dass sich das bei euch inzwischen eingerenkt hat. :)

      Liebe Grüße
      Katarina mit Loki

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  4. Hallo
    Ich habe mir auch vor 8 Jahren einen Labrador zugelegt, sie heißt Tinka. Mir ging es genau so wie dir, wegen meiner großen Familie haben wir uns für den Labrador entschieden (sie war auch unser erster Hund). Am Anfang war es ja lieb das die kleine uns so freudig begrüßt hat, indem sie hochsprang und uns ablenkte. Nur als sie größer wurde warf sie uns dabei fast um und wir mussten es ihr abgewöhnen. Wir ließen sie kastrieren, weil wir dachten danach wird sie ruhiger, aber Fehlanzeige :) Ich ging brav in die Hundeschule mit ihr aber dort war es dann so schlimm, dass sie uns nicht mehr wollten (ich muss auch sagen es war eine Hundeschule für Schäferhunde). Sobald man sie von der Leine ließ tollte sie unkontrollierbar über den ganzen Platz und die Trainer dort sagten zu mir sie könnten mir auch nicht weiter helfen.In der neuen Hundeschule hat sich auch nicht wirklich was verbessert, aber durch unsere Konsequenz wurde es besser. Als ich dann vor 4 Jahren einen ältern Hund dazugenommen habe ist sie noch einmal etwas ruhiger geworden, sie hat viel von ihm gelernt. Hin und wieder kommt es noch vor, dass sie beim Gassi gehen auf die anderen Hunde zu stürmen will, aber wenn ich ihr den Befehl gebe Stop hört sie sofort auf.
    Als ich jetzt deine Story las musste ich unentwegt schmunzeln weil es ganz genau so bei uns war ����
    Also Kopf hoch wenn ihr durchhaltet warten die schönsten Momente auf euch.
    Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg!
    Liebe Grüße

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    1. Hi!

      Danke für deinen langen Kommentar. Irgendwie scheinen es viele Labbis mit der Impulskontrolle nicht so zu haben xD Aber krass, dass die Trainer so schnell aufgegeben haben :O Sollte es bei einer Hundeschule nicht relativ egal sein, welche Rasse das Tier ist?

      Wir werden auf jeden Fall durchhalten ;)

      Liebe Grüße
      Katarina mit Loki

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  5. Hallo! Ich hab in deinem Beitrag sofort meinen Odin erkannt. Er ist ein Bobtail-Border Collie-Berner Sennen Mischling und sehr impulsiv. Jetzt ist er 2 1/2 Jahre alt und es wird besser. Also im Vergleich zu früher ist es schon echt harmlos geworden. Wir machen auch sehr viel Impulskontrolle. Inzwischen sind es nur noch die ersten fünf Minuten, wenn wir Besuch bekommen, die er lautstark durch die Gegend wuselt. Hundebegegnungen an der Leine sind noch immer ein Problem, aber daran arbeiten wir.
    Er hat mit etwa einem Jahr auch den Chip bekommen. Allerdings weil er mit der Pubertät angefangen hat Hündinnen mit dem Kopf zwischen den Beinen nachzulaufen und er nicht mehr ansprechbar war, sobald eine Hündin in der Nähe war. Da ich Angst hatte, dass er mit dem Verhalten irgendwann gebissen wird, haben wir uns für den Chip entschieden. Ruhiger ist er dadurch nicht geworden, aber er war bei Hündinnen nicht mehr so aufdringlich. Der Chip hat bei ihm allerdings nur 3 Monate statt 6 gehalten. Da er wieder komplett überfordert war, sobald eine Hündin in der Nähe war, haben wir ihn mit 1 1/2 Jahren kastrieren lassen und es war bei ihm die richtige Entscheidung.
    Also es gibt Hoffnung. Viel Impulskontrolle hilft auch viel ;)
    Liebe Grüße,
    Julia und Odin

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    1. Hi Julia,

      danke für deinen lieben Kommentar :) Das klingt doch vielversprechend! Mir ist auch schon aufgefallen, dass Loki's Verhalten bei Hündinnen krasser ist. Aber generell ist er sehr aufgeregt, wenn er andere Hunde sieht. Bin gespannt, wie sich das noch entwickelt. Wir haben die erste Woche mit dem Hormonchip jetzt hinter uns, aber wir sind immer noch in der "Verschlechterungsphase". Und die ist echt anstrengend xD Werde auf jeden Fall Ende des Monats mal ein erstes Zwischenfazit hier veröffentlichen.

      Liebe Grüße
      Katarina mit Loki

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  6. Hallo :)
    Ganz toll geschrieben! Ich hab direkt meinen Loki wiedererkannt :D Nur dass er ein 2 Jahre alter Border Aussie ist. Aber genauso aufgeregt, wie du es hier beschreibst. Und auch das Erlebnis mit den Welpenzähnen können wir nachvollziehen. In der dritten oder vierten Woche hatte ihn mein Freund auch nach draußen getragen. Bei uns war zwar keine Nachbarin da, deren Stimme sich überschlug, aber ein eigentlich recht uninteressierter Passant reichte und Loki rammte seine Zähne in die Oberlippe meines Freundes...
    Bei Besuch haben wir ganz strenge Regeln, sowohl wenn Besuch kommt, als auch wenn wir woanders zu Besuch sind. Diese Regeln sind zwar nicht immer einfach durchzusetzen, vor allem bei den Mitmenschen..., aber es lohnt sich! Loki war bei Besuch anfangs so aufgeregt, dass er sein Pipi nicht bei sich halten konnte und immer ein paar Tropfen auf den Füßen des Besuchs landeten :D
    Seit wir mehr Impulskontrollentraining machen, hat sich sein Stresslevel aber schon um ein vielfaches verringert! Ich kann nur jedem empfehlen den Fokus darauf zu legen.
    Wir haben auch einen Hormonchip probiert und waren etwas enttäuscht. Viele Ärzte sagen immer, dann könnte man testen wie der Hund nach der Kastration sei, aber das stimmt so nicht wirklich. Der Chip hat bei Loki gar nichts gebracht und so musste er schließlich gesundheitsbedingt richtig kastriert werden. Aber solange es gesundheitlich nicht notwendig ist, mach es nicht bzw warte noch! Die Hormonreife trägt viel zum Stresslevel bei, weswegen wir nach der Kastration weit zurück geschleudert wurden im Training. Lass dich vorher von Spezialisten ausgiebig beraten und hol dir ruhig 2-3 Meinungen mehr.
    Soo ich hoffe dir hat der Kommentar etwas geholfen :)
    LG Bina und Loki
    Ps: ich habe mir sagen lassen, das liegt am Namen :D alle Lokis, die ich bisher kennenlernen durfte, sind aufgeregt und Könige des Chaos ;P

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  7. Hey Bina,

    vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Das ist ja lustig, dass dein Border Aussie auch ein Loki ist :D Sie werden ihren Namen auf jeden Fall gerecht ;)

    Wie macht ihr denn das, wenn Besuch kommt? Wir haben Schwierigkeiten, dass Loki im Körbchen liegen bleibt, denn er will sich nur noch zu den Füßen des Besuchs schmeißen und sich kraulen lassen. Das "Aufregungspippi" hatten wir zwei Mal erlebt - einmal auf der Arbeit (aber Gott sei Dank draußen) und dann noch mal als er den "Opa" gesehen hatte.

    Ich denke auch, dass die Hormone sein Stresslevel noch weiter gepusht haben. Ich glaube auch nicht, dass die Aufgeregtheit durch den Hormonchip oder die Kastration besser wird. Da hilft meines Erachtens nur Training. Aber alles was hormonell basiert, z.B. dass er so einen krassen Markierdrang hat und nicht mehr ansprechbar ist, sollte besser werden. Ich habe darüber mit ganz vielen Leuten gesprochen, nicht nur Trainern und unserer Ärztin. Ist aber letztendlich eine individuelle Entscheidung.

    Viele Grüße auch an Loki
    Katarina mit Loki

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  8. Hallo Zappelkollege, wir können noch eine Lektüre empfehlen, die uns sehr geholfen hat: "Zappelhunde: Vom Leben mit überaktiven Hunden" von Inga Jung. Alles Liebe für euch!

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    1. Hey Kerstin und Buddy!

      Vielen Dank für die Empfehlung, das kommt auf unsere Wunschliste :)

      Liebe Grüße
      Katarina mit Loki

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Vielen Dank für Deinen Kommentar!

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