Krank mit Hund: Wie Du Deinen Hund mit Kopfarbeit trotzdem auslasten kannst

20. September 2017

Fotocollage Krank mit Hund Auslastung Labrador
Als ich Anfang des Monats diesen Beitrag geplant hatte dachte ich nicht, dass ich dann tatsächlich krank bin. Aber mich hat es nun tatsächlich erwischt. Das hat mich trotzdem nicht davon abgehalten Dir wie gewohnt einen neuen Blogbeitrag zu liefern.

Krank mit Hund zu sein macht wirklich keinen Spaß. Denn der Hund muss ja trotzdem mehrfach am Tag nach draußen und bewegt sowie gefordert werden. Auch Loki ist an seine Alltagsroutine gewöhnt und möchte diese auch einhalten. Das wird bei Deinem Hund sicher kaum anders sein. Allerdings kenne ich ein paar Tipps und Tricks, wie Du mit Deinem Hund die Krankheitszeit gut überstehst, ohne das Dein Hund aus Langeweile Deine Wohnung auf den Kopf stellt.

Dogwalker, Hundewiese oder Helfer?

Fotocollage Hunde in der Natur

Falls Du das Glück hast mit jemanden zusammenzuwohnen, dann könntest Du denjenigen bitten Dir den ein oder anderen Gassigang abzunehmen. Das ist aber nicht immer möglich und auch ich kann nicht jede Gassirunde an Herrchen abtreten. Falls Du noch in der Lage bist selber zu gehen, würde ich Dir empfehlen auf Gewaltmärsche zu verzichten. Stattdessen kannst Du die Anzahl eurer Runden erhöhen und dafür kürzere Spaziergänge machen. Das funktioniert zumindest bei einem Hund wie Loki, der eher ein niedrigeres bis mittleres Energieniveau hat.

Wenn Dein Hund gerne rennt, jedoch aus diversen Gründen an der Schleppleine sein muss, dann ist eine Reizangel ideal um ihn auszupowern. Und ganz nebenbei kannst Du mit Deinem Hund auch die Impulskontrolle üben.

Manche Hundehalter bringen ihren Hund auch für einige Zeit auf Hundewiesen damit er sich mit anderen austoben kann. Ich persönlich bin davon aber kein Freund, da solche Spiele meist unkontrolliert ablaufen und auch Hunde, die nicht so verträglich mit anderen sind, solche Orte aufsuchen. Wir haben zumindest schon schlechte Erfahrungen mit solchen Hundewiesen gesammelt und meiden diese eigentlich eher. Viel besser ist es sich mit einem befreundeten Hund-Mensch-Team zu treffen bei dem Du weißt, dass sich eure Hunde gut verstehen.

Falls Du beruflich bedingt den Service eines Dogwalkers in Anspruch nimmst, dann ist das natürlich auch in Krankheitszeiten ideal. Doch nicht jeder kann sich so jemanden leisten oder mag seinen Hund für ein paar Stunden abgeben. Aber das ist kein Grund zu verzweifeln, denn mithilfe von Kopfarbeit schaffst Du es Deinen Hund trotzdem genug auszulasten.

Kopfarbeit für unterwegs

Schwarzer Labrador mit Dummy beim Suchen

Neben der Dauer der Spaziergänge ist auch die Qualität dieser entscheidend für die Auslastung Deines Hundes. Viele Hundehalter vergessen nämlich, dass der Hund auch Kopfarbeit benötigt. Und das schöne an dieser ist, dass Du diese von Deinem Hund sowohl draußen als auch im Haus machen lassen kannst.

Sofern es in Deiner Wohnumgebung möglich ist, kannst Du schon während eures Spazierganges kleine Suchspiele einbauen, in dem Du Leckerlis auf eine (möglichst saubere) Wiese wirfst oder das Lieblingsspielzeug versteckst. Apportiert Dein Hund sehr gerne und Du bist vielleicht in einem Park oder Ähnliches unterwegs, kannst Du sein Dummy (oder was auch immer er gerne wieder zurückbringt) gerne fernab des Weges verstecken und Deinen Vierbeiner danach suchen lassen.


Suchspiele in der Wohnung mit Leckerlis, Spielzeug oder Dummy

Fotocollage schwarzer Labrador beim Dummy suchen

Diese Dummy-Suche machen Loki und ich übrigens sehr gerne auch in der Wohnung. Dafür "parke" ich ihn kurz in einem geschlossenen Zimmer und verstecke seinen Futterdummy in der Wohnung. Dabei werde ich recht kreativ und suche mir auch höher gelegene Verstecke.

Neben einem Dummy kann Dein Vierbeiner auch sein Lieblingsspielzeug oder in der Wohnung verteilte Leckerlis suchen. Es gibt sogar Hundehalter, die sich selber verstecken und von ihrem Vierbeiner suchen lassen. Das klappt bei Loki allerdings nicht immer und bei manchen Hunden könnte es auch Trennungsangst schüren.


Clickertraining oder Free Shaping

Fotocollage Clickertraining Schwarzer Labrador

Dank Clickertraining kannst Du die Bindung zu Deinem Hund stärken und ihn gleichzeitig mental fordern. Das Einzige, was Du dafür brauchst ist ein Clicker und Leckerlis. Und schon kannst Du damit loslegen Deinem Vierbeiner neue Tricks oder Verhaltensweisen beizubringen. Schon nach wenigen Minuten wirst Du merken, dass Dein Hund langsam müde wird. Wichtig ist es daher nur mehrere kurze Trainingseinheiten am Tag zu machen.

Eine Art Abwandlung des Clickertraining ist das Free Shaping. Dabei gibst Du dem Hund keinerlei Hinweise, welches Verhalten/Kunststück Du von ihm erwartest. Stattdessen muss der Hund sein Köpfchen selber anstrengen und wird Dir eventuell einige Verhaltensweisen anbieten, die Du dann clickern kannst. Free Shaping ist allerdings nicht für jeden Hund was. Loki beispielsweise hat auch nach mehrmaligem Üben nicht verstanden, was ich von ihm will und ist dann schnell frustriert.


Intelligenzspielzeuge

Fotocollage Hunde Intelligenzspielzeuge

Neben solchen Suchspielen sind auch Intelligenzspielzeuge Gold wert. Von Freunden haben wir zum Einzug von Loki einen Snackball geschenkt bekommt. Dieser ist befüllbar und hat eine Öffnung, welche die Leckerchen wieder freigibt. Der Hund muss ihn lediglich mit der Schnauze oder Pfote zum Rollen bringen.

Erst kürzlich haben wir dieses tolle Intelligenzspielzeug aus Holz bekommen. Unser "Futterlieferant" hat nämlich ein Bonussystem, bei dem wir mitmachen. Dank zahlreich gesammelter Punkte konnten wir diese nun in dieses Spielzeug investieren. Das tolle an dem Ding ist, dass es gleich zwei Spielzeuge in Einem ist. Auf der einen Seite muss Loki die Hütchen umwerfen bzw. mit dem Maul hochheben um an das Futter zu kommen. Auf der anderen Seite hingegeben muss er mit der Schnauze oder der Pfote diese Scheiben schieben, was ihm schon viel schwerer fällt. Das ist auf jeden Fall eine tolle Sache, die Du mit Deinem Hund gemeinsam machen kannst (falls er etwas Hilfe benötigt). Pass nur auf, dass Dein Hund nicht die Hütchen klaut und frisst. Das hat nämlich Loki versucht!

Natürlich kannst Du Dir solche Spielzeuge auch selber machen. Zur Abwechslung fülle ich beispielsweise gerne aufgebrauchte Küchen- oder Klopapierrollen mit Futter und verschließe beide Enden. Loki liebt es das Papier aufzufetzen und die Leckerlis rauszupulen.

Labrador mit Schnüffelteppich

Weiterhin habe ich Loki vor einiger Zeit einen Schnüffelteppich besorgt. Diese können relativ teuer sein, aber auf Ebay haben wir unser Modell für einen guten Preis bekommen. So einen Schnüffelteppich kannst Du locker auch selber machen, wie ich bei Nicole von "Moe & Me" gesehen habe. Aber wir waren da ehrlich gesagt zu faul zu. Im Schnüffelteppich kannst Du prima Leckerlis oder Futterstücke verbuddeln, die der Hund dann finden muss. Pass auf jeden Fall auf, dass der Schnüffelteppich die richtige Größe für Deinen Hund hat. Sonst ist der Schnüffelspaß zu schnell vorbei.



Zahnpflege und Beschäftigung in Einem

Blauer Gitterball schwarzer Labrador

Einige Hunde lassen sich auch prima mit etwas größere Knabbereien beschäftigen. Das hat außerdem den Vorteil, dass die Hunde durch das Kauen ihre Zähne und Zahnfleisch pflegen. Schon als Bürohund hat Loki daher regelmäßig was zum knabbern bekommen. Wir mögen besonders jegliche Art von Ohren/Ohrmuscheln, gerne auch mit Fell. Alternativ mögen wir auch Rinderkopfhaut, Ochsenziemer oder Pferdemägen. Schau einfach mal, was Dein Hund mag und verträgt!

Spiel- und Knabberspaß verbindet dieser tolle Gitterball, den wir diesen Monat bei unserem "Futterlieferanten" entdeckt haben. Loki liebt den abgöttisch und konnte sich damit sehr lange beschäftigen (sonst ist er nicht so lange für Spielzeug zu begeistern). In dem Gitterball ist ein Kausnack in Krokodilform versteckt, den der Hund nicht so leicht rausbekommt. Der Ball ist aus Naturkautschuk und damit sehr robust, wogegen der Snack ohne künstliche Zusätze und kalorienarm sein soll. Dieses Spielzeug können wir auf jeden Fall weiterempfehlen.

Alternativ kannst Du auch unseren Alltime-Favorite, den Kong, mit Joghurt oder Ähnlichem befüllen und einfrieren. Gerade im Sommer ist dieses Hundeeis eine tolle Möglichkeit den Hund zu beschäftigen.

Und jetzt wollen wir von Dir wissen: Was sind Deine Tipps und Tricks um Deinen Hund kopfmäßig auszulasten?


Disclaimer: Alle gezeigten oder erwähnten Produkte habe ich selber bezahlt/erworben und wurden mir nicht zur Verfügung gestellt. 
Vielen Dank für's Lesen!
Loki & Katarina

4 Kommentare

  1. Krankheit ist immer ein schwieriges Thema - auch wenn noch ein Partner da ist. Mein Mann ist beruflich oft unterwegs gewesen, daher musste ich es meistens ohne Hilfe schaffen ... aber es kann schon sehr anstrengend sein. Wobei ich damit weniger Erkältungen oder ähnliches meine - da sind einfach kürzere und langsmae Spaziergänge wirklich eine Lösung. Mein Problem war eher zwei Hunde und ein Gipsarm oder eine Gipsbein - da war Improvisation gefragt und ich war froh über eine vernünftige Hundeerziehung.
    Ich bin jetzt in solchen Situationen dankbar für einen großen Garten. Denn auch wenn die Hunde trotzdem den Spaziergang zur Erledigung aller notwendigen Geschäfte brauchen - flitzen und toben kann ich ihnen so immer ermöglichen.
    Was bei uns immer eine super Beschäftigung ist: einen Schukarton mit allen möglichen Dingen befüllen, in denen Leckerchen versteckt sind. Bei uns sind das ganz verschiedene Spielzeuge von Kong, kleine und große Gitterbälle, Stoffrollen und ähnliches ... zum ausstopfen der Lücken nutze ich Mikrofasertücher, die auch mit ein paar Leckerchen zusammengeknüllt sind. Jeder Hund bekommt seinen Karton und meistens sind sie damit über eine Stunde beschäftigt.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

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    1. Hallo Isabella,

      die Idee mit dem Karton klingt richtig gut! Das müssen wir mal ausprobieren! Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es ist, wenn man sich was gebrochen hat (oder Ähnliches) :O Besonders, wenn man einen Hund hat, der gerne zieht xD

      Viele Grüße
      Katarina

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    2. Nicht sehr spaßig :) Ich hatte - noch mit Dingo und Lady - einen Beinbruch. Mit Krücken und Hunden war spazierenhumpeln echte Schwerstarbeit. Zum Glück haben Beide super gehört und mussten nur ein kurzes Stück an der Leine laufen ... bis wir im Feld waren. Aber auch zwei Leinen mit zwei Krücken war eine Herausforderung - auch ohne Zug daran.
      Bei Damon und Laika hatte ich Bruch im Ellenbogen - das war der Gipsarm. Da half nur eine Lederleine quer über die Brust und die anderen Leinen daran festmachen : )Schwierig war auch schon das Anlegen von Halsband oder Geschirr - aber wo ein Wille ist ... ;)

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    3. Wow :O Das geht wirklich nur, wenn man nicht in der Stadt wohnt! Aber toll gelöst :)

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Vielen Dank für Deinen Kommentar!

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